Samstag, 30. April 2011

Von Menschen und Ratten - berühmte Experimente der Psychologie

Zugegeben: Es ist schon ein paar Jahre her, dass mich die Experimente der Herren Skinner, Milgram, Rosenhan, Festinger, Kandel, Darley und Latané in Vorlesungen und Seminaren erst der Forensischen, später der Medienpsychologie fesselten. So richtig aus dem Kopf gegangen sind sie mir allerdings nie. Ihre Erkenntnisse begegnen uns im täglichen Leben nur all zu oft - genauso jedoch die Fälle, die die Ausnahme von der Regel zu belegen scheinen.


Doch was ist die Ausnahme, was die Regel? Dieser Frage macht sich Lauren Slater in ihrem Buch "Von Menschen und Ratten - Die berühmten Experimente der Psychologie" (Direktlink zu amazon.de) auf die Spur. Dabei stellt sie nicht nur die berühmten Experimente vor, sondern schaut hinter die Kulissen. Sie präsentiert Hintergrundinformationen zu den Wissenschaftlern, wägt Für und Wider der Experimente und deren Ergebnisse ab, stellt sogar einige Experimente selbst nach und erlebt dabei Überraschendes.

Besonders spannend machen das Buch jedoch die Geschichten zu den Menschen hinter den Experimenten: Erlebnisse von Teilnehmern und Betroffenen. Geschichten von Personen, die die Ergebnisse manches Experimentes scheinbar bestätigen. Oder widerlegen. Oder keines von beidem, mit offenem Ausgang sozusagen.

Wenn Sie also mehr wissen wollen zu Skinners Black Box, Milgrams Autoritätsgehorsam, Festingers Theorie der kognitiven Dissonanz (klingt schwieriger als es ist), Rosenhans Untersuchungen zur Verlässlichkeit von psychiatrischen Diagnosen u.a., dann sei Ihnen Lauren Slaters Buch "Von Menschen und Ratten" wärmstens empfohlen. Das "Wissenschaftsbuch des Jahres 2005", das gar nicht trocken theoretisch, sondern praktisch unterhaltsam daherkommt.

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