Dienstag, 1. Februar 2011

Smalltalk: Kleines Gespräch mit großer Wirkung

Ein Gastbeitrag von Heike Riedel, Trainerin und Inhaberin von HR - Seminare, Training, Coaching

Im Geschäftsleben reicht es heute nicht mehr aus, nur in seiner Kernkompetenz erfolgreich zu sein, eine hervorragende Leistung oder ein gutes Produkt zu liefern. Vielmehr kommt es darauf an, wie Sie Ihr Gegenüber wahrnimmt. Ein guter Verkäufer, Vorgesetzter, Unternehmer muss mit fremden Menschen in ungewohnten Situationen Kontakt herstellen können. Er muss sich als sozial kompetent erweisen. Sein Unterscheidungsmerkmal ist seine Persönlichkeit. Das, was ihn selbst ausmacht, was das besondere an ihm ist. Denn das ist es, was Sie eigentlich verkaufen und verkörpern – ein Stück von sich selbst.

Die Kunst des Smalltalk gehört zum Berufsalltag. Es ist ungemein wichtig, Beziehungen aufzubauen und auf andere zuzugehen. Mit Smalltalk bilden Sie die Grundlage für einen weiteren Kontakt, für Ihre Geschäfte und für Ihre Beziehungen!

Small Talk ist ein vielseitig einsetzbares Instrument und dient in der Regel dazu,
  • um mit jemanden ins Gespräch zu kommen,
  • um einfach nur Kontakt zu jemandem aufzunehmen,
  • um sich (besser) kennen zu lernen,
  • um sich zu „beschnuppern“,
  • um sich entspannt zu unterhalten,
  • um miteinander „warm“ zu werden,
  • um zu schauen oder zu spüren, ob man eine Wellenlänge hat,
  • kurz: zu prüfen, ob die Chemie stimmt.
Dabei kommt es nicht so sehr darauf an, worüber man spricht. Wichtig ist vielmehr, dass die Gespräche eine angenehme Atmosphäre haben und von Anfang bis Ende entspannt bleiben.

Small Talk ist absichtsfrei und vor allem beziehungsorientiert. Wählen Sie von daher positiv besetzte Themen, die unverfänglich sind und die bei Ihrem Gegenüber keine bestimmten Handlungen auslösen sollen. Wenn Sie nicht über das Wetter reden möchten, wählen Sie Themen, die die Umgebung hergibt. Die neue Büroeinrichtung, die ausreichenden Parkplätze vor dem Haus, die gute Lage, die Stadt …

Auch das gestrige oder heutige Fernsehprogramm, aktuelle Themen aus Sport und Kultur sind geeignet. Bewährt hat sich im Smalltalk, wenn Sie in Vorlage gehen und etwas von sich preisgeben. Sehr Intimes und Privates gilt es zu vermeiden. Politik, Religion, Geld, Probleme, Klatsch und Tratsch, Krankheiten, Tod und Familie gelten als Tabuthemen.

Wenn Ihnen absolut gar nichts einfällt, vergessen Sie die Stimmen in Ihrem Kopf wie „oh was sage ich denn jetzt“ oder „was würde denn meinen Gesprächspartner interessieren“. Fragen Sie sich stattdessen einfach, was Sie an der Situation oder an Ihrem Gegenüber wirklich interessiert – und schon haben Sie ein Dutzend Fragen und Bemerkungen, mit denen Sie ein Gespräch beginnen können. Entwickeln Sie Interesse an dem anderen. Auch das geschenkte angemessene Kompliment setzt positive Energien im Gespräch frei.

Achten Sie dabei auf eine positive Körpersprache, nehmen Sie eine offene Haltung ein und halten Sie den Blickkontakt zu Ihrem Gesprächspartner. Schenken Sie Ihrem Gegenüber ein Lächeln, hören Sie aktiv zu und stellen Sie Fragen, halten Sie die Distanzzonen ein, wählen Sie die richtige Begrüßung und stellen Sie sich und andere richtig vor.

Mitunter kann sich dann aus dieser netten Plauderei ein inhaltvolles Gespräch entwickeln.

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