Krisenmanagement: Positiv! Offensiv!

Karl-Theodor zu Guttenberg ist zurückgetreten (Rücktrittserklärung im Wortlaut). Und ich bin der festen Überzeugung, dass es nicht die Plagiats-Affäre an sich war, die den überaus beliebten Politiker letztlich zum Rücktritt zwang. Die hätte er überstanden. Er ist Opfer eines schlechten Krisenmanagements geworden ...


Aber wie funktioniert richtiges Krisenmanagement? Was sollte wie kommuniziert werden, damit am Ende nicht alles noch schlimmer wird, als es ohnehin schon ist?

Gutes Krisenmanagement muss vor allem zwei Ansprüchen genügen:

Positiv! Offensiv!

Das heißt:

1. Agieren Sie statt zu reagieren.
Handeln Sie überlegt, aber zügig. Besser Sie reden, als dass über Sie geredet wird. Begeben Sie sich nicht in eine dauerhafte Verteidigungshaltung, aus der heraus Sie ständig mit dem Verfassen von Dementis beschäftigt sind.

2. Erzeugen Sie größtmögliche Transparenz.
Legen Sie alle Fakten auf den Tisch. Alle. Auch die, die (bis jetzt) noch niemand entdeckt oder kommuniziert hat. Hoffen oder vertrauen Sie nicht darauf, dass irgend etwas nicht ans Licht kommt.

3. Vermeiden Sie die Negation.
Vermeiden Sie Reizwörter in der Kommunikation – mit den Worten kommen die Bilder, trotz Negation:

Denken Sie jetzt nicht an einen roten Affen!

Woran haben Sie gerade gedacht? Lassen Sie mich raten …

Falsch: Ich bin kein Lügner.
Richtig: Ich sage die Wahrheit.

Falsch: Es gibt keinen Grund zur Panik.
Richtig: Die Situation ist unter Kontrolle.

5. Zeigen Sie Demut.
Wenn Sie schuldig sind, bitten Sie glaubhaft um Entschuldigung.
Wenn nötig, ziehen Sie weitere Konsequenzen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen