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Verfolgt vom virtuellen Krümelmonster ...

Jetzt beginnt sie wieder, die Zeit der langen Herbstläufe – da bin ich dann auch schon mal zwei, zweieinhalb Stunden im lockeren Lauftempo unterwegs. Damit so ein langer Lauf nicht zur Qual wird, musste ich vorher noch etwas ins Laufequipment investieren. Trinkgurt, Iso-Pulver, lange Laufbekleidung waren schnell ausgesucht im Lieblings-Läufer-Online-Shop. Aber seitdem fühle ich mich irgendwie verfolgt ...



Es ist fast schon egal, welche Website ich besuche: Ständig empfiehlt man mir via Werbebanner Powerbar Iso-Pulver in verschiedenen Geschmacksrichtungen, lange Laufshirts, Trinksysteme. An sich ja ganz praktisch – aber woher wissen die eigentlich, was ich gerade brauche?

Wenn Sie sich diese Frage auch schon einmal gestellt haben, dann schauen Sie sich die Werbebanner doch mal genauer an: finden Sie dort ein kleines „i“ – klicken einfach drauf und machen Sie sich schlau.

In meinem konkreten Fall führte mich der Klick zur Website eines Anbieters namens Criteo, der eine sogenannten Retargeting-Service für Werbekunden anbietet. Auf dieser Website erfahre ich auch
  • Was Criteo eigentlich tut, welche Daten gespeichert werden und woher diese Daten stammen
  • Was Retargeting ist und wie es funktioniert
  • Wie ich den Banner dieses Anbieters temporär deaktivieren kann
  • Wie ich alle von Criteo verwalteten Banner deaktivieren kann
Außerdem führt mich ein Link zur Website von Network Advertising Initiative. Dort werden nicht nur weitere Retargeting-Anbieter angezeigt, sondern auch, ob von diesen Anbietern derzeit aktive Cookies bei mir gespeichert sind. Ebenfalls vorhanden: Die Möglichkeit, diese Werbenetzwerke zu deaktivieren.

Schon interessant, wie das alles so funktioniert – sollten Sie sich auch mal anschauen (wenn nicht bereits geschehen). Und dann können Sie selbst entscheiden, ob Sie die Cookies akzeptieren oder nicht. Mir jedenfalls ist für mich nützliche Werbung allemal lieber, als wenn man mir in Bannern Golfequipment, Musikinstrumente oder Ballettschuhe anbieten würde. Damit könnte ich so rein gar nichts anfangen.

Und außerdem weiß ich ja jetzt, dass es nur ein virtuelles Krümelmonster ist, das sich für meine Browsercookies interessiert ...

PS:
Die Inspiration zu diesem Beitrag kam mir übrigens, nachdem ich vergangene Woche ein bisschen im Blog relevant media. now. stöberte und dann selbst zum Ziel solch gezielter Bannerwerbung wurde ...

Kommentare

  1. Sehr interessanter Beitrag. In der Liste fehlt noch xplosion, eine Hamburger Fa. die auch retargeting betreibt, auch mit Cookies :)

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