Dienstag, 14. Februar 2012

Der Trainer: Die Rampensau im Rampenlicht?


Es ist erst ein paar Tage her, dass ich das Interview mit Sabine Prohaska in der Karrierebibel las. Einmal, dann noch einmal. Alles stimmig und gut auf den Punkt gebracht. Nur an einer Aussage bleibe ich immer wieder hängen: "Zudem sollte jeder Trainer eine kleine Rampensau sein. Denn sein Platz im Seminar ist vorne – im Rampenlicht. Zugleich darf er aber nicht zu selbstverliebt sein. Ihm muss stets bewusst sein: Es geht nicht um meine Entwicklung, sondern um die der Teilnehmer. Also muss er sich bei Bedarf auch zurücknehmen können.", antwortet Sabine Prohaska auf eine Frage. Der Trainer eine Rampensau im Rampenlicht? Einspruch!

Gut, mit dem Zusatz "kleine" kann ich die "Rampensau" für mich noch gelten lassen. Trainer kennen verschiedene Rollen und können diese ausfüllen. Da ist auch die "kleine Rampensau" dabei. Wobei, ich gebe zu, meine Lieblingsrolle ist das nicht. Dann kommt ein Satz, den unterschreibe ich gern: "Es geht nicht um meine Entwicklung, sondern um die der Teilnehmer." Richtig. Gleich im nächsten Satz stutze ich aber wieder: "Also muss er sich bei Bedarf auch zurücknehmen können."

Passt irgendwie nicht so recht auf mich. Aber wissen Sie was? Ich schüttel das mal richtig durch und geb noch ein paar Wörter hinzu. Schauen Sie, was dabei rausgekommen ist:

"Als Trainer darf ich nicht selbstverliebt sein. Mir ist stets bewusst: Es geht nicht um meine Entwicklung, sondern um die der Teilnehmer – sie stehen im Rampenlicht Mittelpunkt.
Deshalb nehme ich mich als Trainer zurück, übernehme im Seminar die Rolle des Moderators, des Lenkers, des Impuls- und Feedback-Gebers.
Nur wenn ich direkt und frontal Input und Wissen vermitteln muss, stehe ich im Rampenlicht. Dann spiele ich bei Bedarf auch mal die kleine Rampensau."

Ja.

So passt das besser.

Auf mich.

Ich kann viel erzählen?

Stimmt.

Dann lass' ich einfach meine Seminarteilnehmer zu Wort kommen – kurz und knapp und auszugsweise:

Kommentare:

  1. Heute von mir ein Kommentar dazu, wahrscheinlich vollkommen aus der Zeit gefallen (Veröffentlichungsdatum nicht ersichtlich - aber einerlei: Was einmal im Netz steht, ist ja immer irgendwie zeitlos ;-):
    Inhaltlich nicht anzufechten - blitzsauber argumentiert, dabei letztlich sehr persönliche Ansichtssache. Geschenkt.
    Was ich super finde, ist die Schreibe und das Quäntchen Eigenwerbung mit der nötigen Portion Fingerspitzengefühl - das ist aller Ehren wert und ich sage: Weiter so!

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    1. Danke, liebe Angelika, so mache ich weiter. Ich kann auch gar nicht anders ... ;-)

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