Ich bin der Klaus

Mit "Ich bin der Klaus" brachte Autor Torsten Seelbach den Ball ins Spiel. Die Rednermacherin Judith Thorma fing ihn gekonnt auf und spielte ihn mit dem Hashtag #Kampf_den_themenfremden_Kennlernspielchen  zurück an @Trainingaktuell. "Spiel oder nicht Spiel, das ist hier die Frage" möchte ich da fast sagen …

Genau: Spiel oder nicht Spiel? Die Frage stelle ich mir bei jeder Trainingskonzeption neu. Sie zu beantworten, dabei helfen mir drei einfache Fragen:
 
1. Bringt das Spiel die Teilnehmer dem Ziel ein Stück näher?
Irgendjemand bezahlt mich für ein Training: die Teilnehmer aus eigener Tasche oder ein Unternehmen für seine Mitarbeiter. Diese Investition ist mit der Erwartung verbunden, Trainingsziele zu erreichen. Dafür bin ich als Trainer verantwortlich und muss auch die Entscheidung für oder gegen ein Spiel rechtfertigen. Das heißt nicht zwingend, dass jedes Spiel direkt zum Trainingsziel führen muss, es kann auch begleitende Ziele erreichen: Kennenlernen, Erhöhung der Lernbereitschaft, Beseitigung von Störungen, raus aus dem "Suppen-Koma" …

Also: Was und wem nützt es? Nichts und niemandem ‒ weg damit. Ansonsten: weiter mit Frage 2.

2. Gibt es effizientere Möglichkeiten, dieses Ziel zu erreichen?
Gibt es Alternativen zum Spiel, die die Teilnehmer das gesetzte Ziel besser, schneller, nachhaltiger … erreichen lassen? Oder wäre das Spiel die beste Lösung? Dann zu Frage 3:

3. Passt das Spiel zu den Teilnehmern?
Passt heißt dabei nicht zwangsläufig, dass alle Teilnehmer begeistert aufspringen müssen. Ein bisschen Überzeugungsarbeit darf schon sein, wenn es der Sache (siehe 1.) dienlich und auch der beste Weg (siehe 2.) ist, das Ziel zu erreichen. Heißt aber auch: In meinen Verkaufs- und Verhandlungstrainings muss niemand auf Traumreise.

Zurück zum Hashtag #Kampf_den_themenfremden_Kennlernspielchen: Die fand ich schon als Trainingsteilnehmer selbst wenig zielführend bis albern und unpassend. Dabei lassen sich einige davon schnell und ohne viel Aufwand vom themenfremden Spielchen zum themennahen Seminareinstieg umfunktionieren …






Kommentare:

  1. Ich freue mich, dass Sie meinen Beitrag aufnehmen.

    Spielen oder alle Sinne einsetzende Übungen - das ist oft ein kleiner feiner Unterschied. Meine Heimatregion ist die Rhetorik und da gehört die Sprache einfach dazu und bietet so viele Möglichkeiten. Sicherlich fügt sich eine Traumreise in die eine oder andere Thematik ein - für bestimmte Ziel- und Altersgruppen sehe ich jedoch eine hohe Hemmschwelle, die eventuell die Vorfreude aufs Seminare minimiert anstatt steigert. Freue mich auf weiteren Austausch mit Ihnen.

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    1. Vielen Dank für Ihren Kommentar - dem ist nichts hinzuzufügen.

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