Montag, 15. Oktober 2012

Was lernt ein Trainer, wenn er Schüler ist?

Eine anstrengende Woche habe ich da hinter mir. Aber nicht als Trainer, sondern als Schüler war mein Engagement diesmal gefragt. Was lernt ein Trainer, wenn er Schüler ist? Zum einen ist es Fachwissen aus meinem Tätigkeitsfeld Verhandeln, Verkaufen und Kommunikation. Zum anderen steht die Festigung und Erweiterung des methodischen Repertoires auf dem Lehrplan. Diesmal allerdings keines von beiden (dachte ich zumindest), denn mein Weg führte mich zur Shotokan Karate Akademie ins Bundesleistungszentrum Karate zu Shihan Günter Mohr (7. Dan) …


Neben den sportlichen und technischen Übungen versorgte Mohr uns Schüler immer wieder mit Anekdoten und Hintergrundwissen zu den geschichtlichen und geistigen Aspekten des Karate. Schnell wurde (wieder) klar: Karate hat doch mehr mit Lernen, Veränderung und Training (im beruflichen Sinne) zu tun, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Einige der 20 Regeln des Karate von Gichin Funakoshi machen das besonders deutlich:

1. Karate beginnt mit Respekt und endet mit Respekt.

4. Erkenne zuerst dich selbst, dann den anderen.
5. Die Kunst des Geistes kommt vor der Kunst der Technik.
6. Es geht einzig darum, den Geist zu befreien.
7. Unglück geschieht immer durch Unachtsamkeit.

9. Karate üben heißt, es ein Leben lang zu tun.

11. Karate ist wie heißes Wasser, das abkühlt, wenn du es nicht ständig warm hältst.

17. Feste Stellungen gibt es für Anfänger, später bewegt man sich natürlich.

19. Hart und weich, Spannung und Entspannung, langsam und schnell, alles in Verbindung
20. Denke immer nach und versuche dich ständig an Neuem.

Mein Fazit (und Regel 8 von Funakoshi):
Denke nicht, dass Karate nur im Dojo stattfindet.

[Update]:


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