Donnerstag, 10. Januar 2013

Heute verpasse ich Ihnen einen Denkzettel!

Und, was ist noch übrig von Ihren vielleicht gefassten guten Vorsätzen? Haben Sie sie schon ad acta gelegt oder kämpfen Sie noch? Mit den guten Vorsätzen ist das ja so ähnlich wie mit den (hoffentlich) in einem Seminar, Training oder Coaching gewonnenen Erkenntnissen. Was umsetzen? Und wie?

Vor dieser Entscheidung stehen die Teilnehmer dort ebenso. Und ich stehe vor der Herausforderung, wie ich sie dabei unterstütze,
a) sich etwas ganz bestimmtes vorzunehmen und
b) das dann auch umzusetzen.

"Ganz zum Schluss möchte ich Ihnen noch einen Denkzettel verpassen.", sage ich neuerdings und blicke mitunter in etwas ungläubige Gesichter.

Auf der Suche nach einem unterstützenden Tool bin ich auf Zeit zu leben fündig geworden(*). Tanja Konnerth beschreibt dort eine kleine Übung, die hilft, sich klar und schnell zu entscheiden, wenn man mit einer Situation unzufrieden ist. Sie rät dazu, einen Zettel mit vier Fragen als Gedankenstütze und Entscheidungsraster bei sich zu tragen.

Das lässt sich auch anders nutzen: Jeder Teilnehmer bekommt am Ende eines Trainings oder Impuls-Vortrags einen meiner vorgedruckten DENKZETTEL mit folgender Aufforderung:

"Treffen Sie eine Entscheidung: Welcher heutige Impuls ist Ihnen so wichtig, dass Sie ihn gleich morgen umsetzen wollen und natürlich auch können? Formulieren Sie diese Handlung als klares Ziel und schreiben Sie dieses auf den Denkzettel.


Wenn Sie damit fertig sind: Schließen Sie die Augen, knüllen Sie den Zettel zusammen und stellen Sie sich dabei eine Situation vor, in der Sie genau dieses gewünschte Verhalten zeigen … gleich morgen den ersten Kundenkontakt, das Gespräch mit dem Chef oder den Kollegen, das morgige Meeting, ein Telefonat.



Fertig? Jetzt stecken Sie den Zettel, so zerknüllt wie er gerade ist, am besten in Ihre Hosentasche. Notfalls geht auch die Jacken- oder Handtasche. Wichtig ist nur, dass Sie den zerknüllten Zettel immer wieder sehen oder spüren."

Natürlich: Der Denkzettel ist kein Garant für eine tatsächliche Umsetzung. Aber er ist ein ziemlich starker Anker, der das Wunschverhalten wieder ins Gedächtnis ruft.

Ein DENKZETTEL eben.

Im positiven Sinne.



(*) Ich habe auch an anderer Stelle (in einem Trainerblog) bereits von der Anwendung dieses kleinen aber wirksamen Kniffs in Seminaren gelesen. Leider ist diese Quelle nicht mehr auffindbar, bei sachdienlichen Hinweisen (per Mail oder Kommentar) verlinke ich gern.

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