10 Dinge, an denen Sie merken, dass Ihr Social Media Marketing nicht sehr social ist

Es gibt Blogthemen, die schwirren mir wochen- und monatelang im Kopf herum. Ich finde einfach keinen Anfang … der heutige war so einer. Bis dann ein Tweet und die darauf folgende Kurz-Konversation* (siehe Foto) den Impuls** gab für

10 Dinge, an denen Sie merken, dass Ihr Social Media Marketing nicht sehr social ist

  1. Die Kommentarfunktion Ihres Blogs ist deaktiviert.
  2. Blogbeiträge kommentieren darf nur, wer die vielen Pflichtfelder ausfüllt und ein Häkchen bei "Newsletter abonnieren" macht.
  3. Wer trotzdem kommentiert: Schön. Sie gehen aber nicht darauf ein. Gleich gar nicht auf kritische Bemerkungen.
  4. Bei Followern und Fans gilt: Quantität ist alles, Qualität ist nichts. Die Hälfte ist ohnehin gekauft.
  5. Auf Facebook, Google+ und Twitter agieren Sie effizient (siehe auch Punkt 10 und ***) und streng nach Plan. Beiträge wie "Twitter optimal nutzen" oder "Täglich tausend neue Fans" werden umgehend gelesen und umgesetzt.
  6. Sie teilen  und twittern ständig die gleichen Links – auch wenn die schon Monate oder Jahre alt sind.
  7. Für die Punkte 5. und 6. haben Sie ein Tool gefunden, dass die Infos jetzt im Stundentakt für Sie rausballert. Ganz automatisch.
  8. Bevor Sie fremde Links teilen, überlegen Sie sich genau: Hat der andere schon mal etwas für mich getan? Was könnte ich im Gegenzug von ihm erwarten?
  9. Anfragen über die sozialen Netzwerke verweisen Sie an den kostenpflichtigen telefonischen Kundensupport.
  10. Sie pflegen keine Netzwerke oder Kundenbeziehungen. Sie betreiben Customer Relationship Management, Prozessoptimierung und managen*** Touchpoints.

*) Die setzte sich übrigens fort, auf Agitano, Wirtschaftsforum Mittelstand
**)  Das konkrete Beispiel gab lediglich den Impuls. Das heißt nicht, dass automatisch einzelne/alle Punkte zutreffen müssen.
***) "Management is doing things right; leadership is doing the right things." Peter Drucker

Kommentare:

  1. Lieber Herr Stein,

    das Zitat "Management is doing things right; leadership is doing the right things." gefällt mir richtig gut. Das kannte ich noch gar nicht.

    Zu Ihrem Thema: Für mich sind Social Media, das was man daraus macht. Ich schätze den persönlichen Austausch. Auch wenn Anne Schüller nicht dialogorientiert im Social Web agiert, so nutzt sie die Kanäle doch sehr authentisch: Sie schreibt Bücher und hält Vorträge vor großem Publikum. Ganz Einbahnstraße. Scheint ihr Ding zu sein. Unabhängig davon schätze ich ihre Bücher sehr. Sie hat den richtigen Riecher für Themen und eine gute Schreibe. Für gute Gespräche habe ich andere KollegInnen wie Martina Bloch :-)

    Frohe Ostern!

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    1. Hallo Frau Martschenko,

      vielen Dank für Ihren Kommentar. Wie geschrieben: Das konkrete Beispiel gab lediglich den Impuls - es möge jeder für sich entscheiden, wie social sein Media sein soll.

      Ich machte meine ersten "Social Media"-Erfahrungen im Online-Bereich einer lokalen Tageszeitung. Praktisch über Nacht war via Kommentarfunktion nicht nur die offizielle Zeitungs-, sondern auch die individuelle Lesermeinung öffentlich zugänglich. Das Ende des Monologs in Print ... eine schwere Zeit für manche Journalisten ;-)

      Ich hielt damals die Dialogorientierung für den passenderen Weg. Für mich ist das bis heute so geblieben.

      Viele Grüße und auch Ihnen frohe Ostern

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