Montag, 8. April 2013

Nutzen Sie die Brems-Energie!

"Wir alle kennen sie. Menschen, die jede Idee erst mal mit einem »aber« kommentieren. Menschen, die immer mehr Probleme als Chancen sehen. Menschen, die jede Kreativität im Keime ersticken. Viele nennen sie Bedenkenträger. Ich nenne sie Bremser.", schreibt Sascha Theobald einleitend zu einer kleinen Geschichte in seinem Blog. Als Fazit fordert er auf, Bremser stummzuschalten und sein Ding zu machen, seinen Weg zu gehen.
Dem kann ich mich (fast) anschließen, mit einer kleinen Einschränkung: Schade um die Brems-Energie, denn die können Sie gut für sich nutzen. Wie?

1. Machen Sie den Bremser zum Prüfer
Wenn Sie einen "Bremser" im Team, in der Projektgruppe haben, geben Sie ihm einen verantwortungsvollen Job: Ernennen Sie ihn zum Prüfer. Der Deal: Er darf jedes Vorhaben auf Herz und Nieren prüfen und seine sachlichen Gegenargumente vorbringen. Im Gegenzug hört er auf zu bremsen, wenn die Gegenargumente widerlegt oder berücksichtigt sind. Sie werden sehen: Als kritischer Betrachter bewahrt er Sie vor manchem Fettnäpfchen und beugt Fehlentwicklungen vor, die Ihnen in Ihrem Enthusiasmus verborgen geblieben sind.

2. Machen Sie den Bremser zum Motivator
Wenn Sie ihn nicht zum Prüfer machen können (weil er vielleicht nicht zum Team gehört, kein Prüfer sein will oder weil Sie ein "Einzelkämpfer" sind und ihn gar nicht einbinden können), stellen Sie ihn nicht gleich ganz stumm, sondern nur ein wenig leise. Vielleicht kommt der Moment, an dem Ihre Selbstmotivation nicht so hoch ist, dass Sie noch unter Volldampf fahren. Dann stellen Sie den Bremser wieder laut und denken sich: "Der XY hat damals schon gesagt, dass das nicht klappen wird. Den Triumph gönne ich ihm nicht!" Und schöpfen Sie daraus neue Kraft zum Weitermachen.

Und wenn beides nichts hilft:
3. Stummschalten können Sie dann immer noch.

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