Mehr Wirkung III: Feedback

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Wer mit anderen spricht, etwas zu sagen hat, sein Gegenüber überzeugen will, sucht vor allem eines: Wirkung. Besser und souveräner ankommen – wie geht das, ganz konkret? In einer dreiteiligen Blogserie gebe ich Tipps für "Mehr Wirkung".

Mehr Wirkung III: Feedback

Warum wir allein mit Selbstreflexion und ohne Feedback auf Dauer nicht vorankommen, darauf bin ich bereits im Beitrag Ein Blick durch das Johari-Fenster eingegangen. Die spannende Frage ist: Wie bekomme ich Feedback, was mich wirklich weiterbringt?

Natürlich können Sie nach dem Vortrag einfach Fragen: "Und, wie war ich?" Die Tendenz der Antworten vorauszusagen, bedarf es wohl keiner besonderen hellseherischen Fähigkeiten.
Wie sonst? Organisieren Sie sich Feedback. Nehmen Sie jemanden zu Ihrem Vortrag, Ihrer Präsentation einzig zu dem Zweck mit, dass derjenige Ihnen Feedback gibt. Das kann ein Profi auf diesem Gebiet sein (etwa selbst Referent, Trainer oder Coach), muss aber nicht zwingend. Auf jeden Fall sollten Sie Ihrem Begleiter vorher mitteilen, was Sie von ihm erwarten: ehrliches Feedback.

Am besten nach folgendem Muster:
  1. Beschreibung des Verhaltens
    Das habe ich gehört/gesehen/beobachtet …
  2. Wirkung des Verhaltens
    Diese Wirkung hat das Verhalten auf mich/andere, diese Gefühle löst es aus …
  3. Erwartungen/Empfehlungen
    Ich wünsche mir/Ich empfehle Dir …
  4. Nutzenargument formulieren
    Das hast Du davon, wenn Du meiner Empfehlung folgst …
Was fangen Sie mit dem Feedback an?
Nehmen Sie es zur Kenntnis. Bei Bedarf stellen Sie Verständnisfragen, sparen Sie sich jedoch Rechtfertigung, Berichtigungen und Erklärungen. Bedanken Sie sich für das Feedback.

Aber: Feedback ist nicht nur negativ. Auch für positives Verhalten sollten Sie Feedback geben. Wie sonst soll man seine Stärken erkennen und weiter stärken?

Ich weiß: Der Glaubenssatz, dass nicht geschimpft genug gelobt sei, hält sich hartnäckig.

Aber er ist ein Irrtum.

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