Authentisch ist das neue Nett

Früher fand man sich nett: Die Mutter fand den Schwiegersohn in spe nett. Die Fans fanden ihren TV-Star nett. Der Handwerker, der Handelsvertreter, die  Verkäuferin, die Bedienung … alle waren entweder nett oder eben nicht. Eine tolle Zeit, so schön einfach. Damals. Heute ist das anders. Nett mutierte umgangssprachlich zum "kleinen Bruder von Sch****" und bekam damit den Status eines Schimpfworts zuerkannt. Niemand will mehr nett, alle wollen nur noch eins sein:

Ich habe die Wahl. Sie auch!

Wenn ich schon mehr als 600 ordentlich dotierte Jobs zu vergeben habe, will ich auch mitbestimmen, wer die bekommt. Schließlich muss ich die Damen und Herren Bundestagsabgeordneten die nächsten Jahre dann mitfinanzieren.

Ich habe die Wahl.

Sie auch!


Faule Kompromisse sind wie Braune Soße

Kennen Sie Braune Soße? Nein, ich meine nicht die, die beim Anbraten von Fleisch und Wurzelgemüse entsteht und richtig lecker schmeckt. Ich meine diese Standard-Braune-passt-auf-alles-Soße, die Sie im Tetrapack, in der Dose oder als Instant-Pulver kaufen können. Die, in der manche "Restaurants" alle möglichen Gerichte ertränken.

Die alten Regeln gelten nicht mehr

Vergessen Sie klassische Werbung. Vergessen Sie Kaltakquise. Vergessen Sie das AIDA-Prinzip, öde Verkaufsgespräche, Fragetechniken, Zielgruppendefinitionen, Kaufmotive, Nutzenargumentation und all das andere angestaubte Marketing- und Verkaufsgedöns. Das ist mittelalterlich, Schnee von gestern, hat sich überlebt: Die alten Regeln gelten nicht mehr.
Sie sind jetzt social und Ihre Botschaften viral. Statt Verkäufern haben Sie Networker und Community-Manager, statt Verkaufsgespräche zu führen, erzählen Sie ergreifende Geschichten.

Ihre Kunden kommen dann von selbst.