Liebster-Award: Elf Fragen, elf Antworten und ein süßes Robbenbaby


Juliane Topka,  einigen besser als Sprachpingel bekannt, hat mich hier für den Liebster-Blog-Award nominiert. Vielen Dank für die Nominierung und die Herausforderung, einen (hoffentlich!) fehlerfreien Beitrag (siehe Antwort auf Frage 9) hinzubekommen.

Mit dem Liebster-Award sollen weniger bekannte Blogs etwas bekannter werden. Für diesen Award wird man von anderen Bloggern nominiert, bekommt und beantwortet elf Fragen und nominiert wiederum elf Blogger, denen man elf neue Fragen stellt.

Aber nun genug der Vorrede: elf Fragen, elf Antworten.

Ist dein Blog aus einer geplanten (strategischen) Entscheidung heraus entstanden oder eher spontan?
Mit der Lust am Schreiben aus der Laune heraus, mehr zu machen als eine statische Webpräsenz. Und dann rückte der* Blog mehr und mehr in den Mittelpunkt.

Wie nah sind die Blog-Inhalte dem Thema, mit dem du dein Geld verdienst?
Ganz nah ‒ obwohl es mir manchmal in den Fingern juckt, auch zu anderen Themen meinen Senf dazuzugeben. Aber das würde den Rahmen des Machbaren sprengen.

Hast du über dein Blog schon Kunden gewonnen?
Ja.

Bloggst du mit eigenen Vorgaben (z. B. »mindestens ein Artikel pro Woche« oder »mindestens XY Zeichen pro Artikel«)?
Ich habe nur zwei Vorgaben: Mir muss es Spaß machen, für den Blog zu schreiben. Und diejenigen, die meine Beiträge lesen, sollen einen Nutzen daraus ziehen können. Formelle Vorgaben sind immer eine Einschränkung, also gilt: Die Form folgt der Funktion.

Hast du noch weitere Blogs außer dem, mit dem ich dich hier nominiert habe?
Nein.

Mal unabhängig von Marketing- oder sonstigen geschäftlichen Aspekten: Was bedeutet dir dein Blog persönlich?
Es steckt viel Zeit, Leidenschaft und damit Persönlichkeit drin. Ansonsten bin ich in Bedeutungsfragen eher pragmatisch und tue mich schwer mit Interpretationen.

Reale oder fiktive Person, tot oder lebendig – spielt alles keine Rolle: Wen würdest du gern mal als Gastautor/-in in deinem Blog schreiben lassen – und worüber?
Ich hatte bislang lediglich einen Gastbeitrag in meinem Blog. Dabei wird es bleiben. Nicht, dass ich damit eine schlechte Erfahrung gemacht hätte. Ich möchte in meinem Blog jedoch gern selbst die Hauptperson bleiben. Für ein Interview fallen mir schon ein paar Namen ein, aber die behalte ich jetzt lieber für mich und frage persönlich an.

Gibt es Dinge, die du ohne dein Blog nicht erreicht oder erlebt hättest? Welche sind das?
Oh ja, die gibt es. Ein tolles Online-Netzwerk, das nach und nach den Weg auch in den Offline-Bereich findet. Und die Auszeichnung mit dem Liebster-Award natürlich.

Wie wichtig sind dir Schreibstil und Rechtschreibung in deinem Blog?

(Anmerkung: Das ist übrigens Frage 9!)


Beides sehr wichtig. Schreibstil ist (auch) Ausdruck der Persönlichkeit, die wiedererkannt werden darf und soll ‒ ohne dabei starr zu sein.

Rechtschreibung? So wichtig, dass ich mich über jeden Lapsus ärgere und ihn schnellstmöglich (ha, richtig geschrieben) korrigiere. Im Blog geht das zum Glück. In der Schlussredaktion einer lokalen Tageszeitung musste ich da deutlich leidensfähiger sein. Kurz vor Redaktionsschluss noch schnell eine Überschrift geändert. Am nächsten Tag sitzen alle mit einem breiten Grinsen in der Redaktionskonferenz. Außer man selbst. Natürlich kam das nur ganz selten vor … ;-)

*) Laut Duden ist das der erlaubt.

Aber ich gebe zu: Ich sehne mich nach den klaren und intensiv gelernten Rechtschreibregeln aus meiner Schulzeit zurück. Ich habe aufgegeben, die Änderung der Änderung der Änderung nachvollziehen zu wollen.

Du darfst in der Neuauflage eines Filmklassikers mitspielen. Welchen Film und welche Rolle wählst du, und warum?
Statt einen der ganz großen Klassiker wähle ich lieber zwei Geheimtipps, die beide etwas mit meiner Leidenschaft zu tun haben: "Kuro Obi", einer der wenigen Kampfkunstfilme ohne Computertricks und fliegende Mönche, dafür mit echtem Karate und einem Einblick in die Philosophie des Wegs der Leeren Hand.

Der zweite: Jim Jarmuschs nicht unumstrittene Ballade "Ghost Dog: Der Weg des Samurai". Die Handlung reicht von tiefgründig philosophisch bis grotesk überzeichnet und brachte das Hagakure, den Ehrenkodex der Samurai, wieder zurück in die Buchläden.

In beiden Werken sind aber die Hauptrollen so gut besetzt, dass ich mit einem Auftritt als Statist zufrieden bin. Dabei sein ist alles.

Womit kann man dir IMMER eine Freude machen?

Wenn ich das jetzt verraten würde, wäre es nichts Besonderes mehr und die Freude würde schwinden …

Die Nominierung:
Sie können sich sicher vorstellen, wie das ist, wenn man in der Nominierungshierarchie ziemlich weit unten steht: Es ist praktisch unmöglich, noch nicht so bekannte Blogger zu finden, die mitmachen wollen, aber noch nicht dran waren und obendrein in der eigenen "Liebsten"-Rangfolge die Plätze 1 bis 11 belegen. Deshalb verzichte ich auf Nominierungen. Ich hoffe inständig, dass dieser Bruch der Kette nicht dazu führt, dass irgendwo auf der Welt ein süßen Robbenbaby von seiner Mutter verstoßen wird oder jemand nicht viele Millionen, sondern nur Hunderttausende Dollar erhält.

Wenn doch, trag ich's mit Fassung … ;-)

1 Kommentar:

  1. Hallo,
    schade, dass du hier keinen weiteren Fragen gestellt hast. Ich würde es vll. gerne aufnehmen wollen. Ich habe neulich auch andere Fragen beim Liebster Blog Award beantwortet, ohne nominiert zu sein.
    Aber gut, vll. sollte ich nach solchen Aktionen mehr in Google suchen.

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