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Vom Sehen, Glauben und Erwarten

Glauben Sie tatsächlich, was Sie sehen. Oder sind Sie wie ich der Überzeugung, dass wir eher sehen, was wir glauben. Nein, ich meine keine gefälschten Fotos und Videos. Ich meine unsere Erwartungen. Das, was wir erwarten zu sehen, sehen wir auch.

Glauben Sie nicht? Dann machen Sie zwei kleine Experimente mit mir. Hier und jetzt, los geht's ...




Lesen Sie die folgenden vier Sätze:


Das
ist ein
ein lesenswerter Blog.

Es ist der
letzte Strohhalm, der dem
dem Kamel das Kreuz bricht.

Heiko Stein ist
ist ein klasse Verkaufs-Trainer.

Das ist wie die Suche
nach der Stecknadel im
im Heuhaufen.




Und, sind Ihnen die Wortwiederholungen in jedem Satz aufgefallen? Oder hat sie Ihr Gehirn gleich für Sie ausgeblendet? Ja? Dann lesen Sie einfach noch mal in Ruhe ...


Das war Experiment Nummer 1 - nun folgt Nummer 2.

Scrollen Sie soweit nach unten, dass das folgende Bild gut und vollständig sichtbar ist, und dann folgen Sie der Anweisung:







Ganz einfach, oder?
War nur der erste Teil des Experiments.





Genau wie eben geht es nun weiter:
Scrollen Sie, bis das Bild gut sichtbar ist und ...








Geschafft? Fehlerfrei? Ohne zu stocken? Und wirklich die Farbe der Schrift (also: Rot, Gelb, Grün, Schwarz, Rot, Blau) genannt und nicht das geschriebene Wort gelesen? Oft ist unser Gehirn schneller und interpretiert die Aufgabe anders, als sie gestellt ist: Wort lesen statt Farbe erkennen. Entweder wir tappen voll in die Falle oder benötigen zumindest deutlich länger und es fällt uns schwerer, als die Aufgabe aus Bild 1.

Sie sehen: Oft glauben wir, was wir sehen. Dabei sehen wir, was wir glauben - oder zumindest erwarten. Bevor Sie also das nächste Mal etwas glauben, sehen Sie lieber noch einmal genau hin.

PS: Und ja, entschuldigen Sie bitte. Ich habe Ihnen im ersten Experiment gleich noch zwei Botschaften "untergejubelt". Der "lesenwerte Blog" und der "klasse Verkaufs-Trainer" - falls Sie mich noch nicht persönlich kennen, haben Sie jetzt sicher die richtigen Erwartungen ... ;o)

--
Experimente nach Ich weiß, was du denkst: Das Geheimnis, Gedanken zu lesen, Thorsten Havener

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Frage 1: 
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